Handgemachtes aus meiner Ausstattung
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Ich nähe meine Kleidung nach historischen Vorlagen selbst. Alle Nähte sind handgenäht mit Leinengarn, zum Nähen verwende ich eine Messingnadel. Die Stoffe sind Leinen- und Wollstoffe.
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Ein Beutel etwa dieser Art und Tragweise ist auf dem Grab von Berengaria von Navarra, Königin von England an der Seite von Richard I, zu sehen. Das Grab befindet sich in Le Mans, eine Reproduktion der Grabplatte ist im V&A Museum in London zu sehen. |
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Ich werde hier exemplarisch nur die ersten von mir für meine Darstellung gefertigten Teile einzeln aufführen und versuchen, diese auch mit den jeweiligen Belegen und Erläuterungen zu versehen: |
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Fangen wir klein an: hier ist mein Kopftuch zu sehen. Es ist aus gebleichtem Leinenstoff genäht in rechteckiger Form und kann gut im Nacken geknotet werden. Ich habe versucht das Kopftuch in einer Form zuzuschneiden, die eine unkomplizierte Tragweise und einen festen Halt verspricht. Ich muss damit arbeiten und gehöre keiner höheren Bevölkerungsschicht an. Im Mainzer Evangeliar ist eine trauernde Mutter beim Kindermord dargestellt, die etwas ähnliches auf dem Kopf trägt (fol. 20r). |
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Zum Wärmen trage ich eine Cappa aus krapproter Wolle. Die Cappa ermöglicht mir das Arbeiten während ich sie trage, da Hände und Arme nicht bedeckt bzw. in der Bewegung eingeschränkt sind. Im Mainzer Evangeliar ist der Aussätzige, der von Jesus geheilt wird, als Pilger dargestellt, der eine Cappa trägt (fol. 23v), auch einer der Besessenen trägt etwas, was ich als Cappa deuten würde (fol. 23r). Eine Darstellung einer Frau mit Cappa habe ich bisher nicht gefunden. |
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Das Unterkleid ist aus naturfarbenem Leinenstoff. Die Arme sind schmal geschnitten und haben Keile unter den Achseln. An den Seiten wurden Keile eingesetzt, damit es ab der Hüfte weit fällt. |
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Mein Oberkleid ist aus grauer Wolle genäht, unter den Achseln mit Keilen zur besseren Bewegungsfreiheit. Um "hemdsärmelig" arbeiten zu können (damit ich mir das Oberkleid nicht verschmutze) sind die Ärmel nur an der Hinterseite angenäht. So kann aus den Ärmeln geschlüpft werden und diese hängen dann am Rücken herab, während die Arme nur mit dem Unterkleid bedeckt sind. An den Seiten und Vorne und Hinten mittig sind Keile eingesetzt, damit das Kleid weit fällt. |
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